Pflege + Hygiene
Wickeln und Pflege gehören zum Kita-Alltag – und sind für uns viel mehr als Routine. Jeder Wickelvorgang ist ein Moment der Zuwendung: mit Blickkontakt, Gespräch und dem Tempo des Kindes.
Wickeln bei Grünpünktchen
Liebevoll begleitet – vom Spielen und zurück
Egal ob ein Kind akut gewickelt werden muss oder routinemäßig an der Reihe ist: Wir sprechen das Kind mit seinem Namen an und erklären, dass es nun gewickelt wird und danach weiterspielen kann.
Auf dem Weg zum Wickelplatz wird miteinander gesprochen. Je nach Entwicklungsstand fragen wir, ob das Kind zwischendurch aufs Klo möchte.


Auf dem Wickeltisch wird gespielt und gelacht. Jedes Kind hat seine Vorlieben: Das eine greift nach einem Spielzeug, das andere schaut sich im Spiegel über dem Wickeltisch an oder hat einen Lieblingsvers.
Wir gehen feinfühlig auf die Bedürfnisse ein. Augenkontakt und Gespräch sind wichtig – Kinder, die einbezogen werden, wissen, was als Nächstes kommt. Sie helfen mit, strecken ihre Hände aus und den Popo hoch.
Nach dem Wickeln bringen wir das Kind zurück in die Spielsituation, aus der es kam – oder in eine andere, wenn es das möchte. Das Kind steht dabei stets im Mittelpunkt und soll sich geliebt und beachtet fühlen.
Wickeltransporter: Ältere Grünpünktchen-Kinder übernehmen gern die Aufgabe des „Wickeltransporters”. Sie bringen jüngere Kinder zum Wickeln und danach wieder zurück.

Wickelbedarf
Das braucht ihr Kind
- Windeln: Müssen mitgebracht werden
- Feuchttücher: Sind im Preis inbegriffen – wir verwenden pflegende, schwermetallfreie Tücher, meist den Testsieger von Ökotest

Sicherheit
Selbstständig hoch, sicher wieder runter

Die Treppe am Wickeltisch kann bereits von krabbelnden Kindern als Aufstiegshilfe genutzt werden. Nicht laufende Kinder werden sanft hinuntergehoben. Bei der Leiter am linken Wickeltisch ist stets eine helfende Hand zur Sicherung bereit.
Nach dem Wickeln wird die Treppe geschlossen und die Leiter an den Haken gehängt, um Unfälle zu vermeiden.
Sauberkeitserziehung
Kein Druck – das Kind gibt das Tempo vor
Mit der Sauberkeitserziehung warten wir, bis das Kind signalisiert, dass es bereit ist.
Wenn ihm der Drang zur Blasen- oder Darmentleerung bewusst wird, zeigt es das im Verhalten: Es verzieht sein Gesicht, nimmt eine bestimmte Körperhaltung ein oder macht mit Worten darauf aufmerksam. Dieses bewusste Wahrnehmen ist die Voraussetzung dafür, dass das Kind den Vorgang willentlich kontrollieren kann.

Sauberwerden
kann nicht erzwungen werden. Bitte nicht zu früh!
Wir zwingen kein Kind zur Sauberkeit. Sauberwerden ist ein Ergebnis der körperlichen und geistigen Entwicklung – wie das Laufen oder Sprechen. Studien zeigen: Kinder spüren den Drang nicht früher, wenn sie sehr früh auf den Topf gesetzt werden.
Zu frühe Sauberkeitserziehung kann Versagensängste auslösen oder dazu führen, dass das Kind rückfällig wird oder im Schlaf einnässt.