Eingewöhnung
Vertrauensvolle
Kennenlernzeit
Ein neuer Abschnitt beginnt: Wir begleiten jedes Kind behutsam und in seinem eigenen Tempo.
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Individuell gestaltete
Eingewöhnung

In „Eingewöhnung“ steckt bereits das Wort Gewohnheiten. Rituale, verlässliche Orientierungspunkte und wiederkehrende Rhythmen helfen den Kindern dabei, sich Schritt für Schritt mit ihrem neuen Alltag vertraut zu machen.

Vorbereitung

Die Eingewöhnung ist ein großer neuer Lebensabschnitt – für die Kinder ebenso wie für ihre Eltern. Anfangs ist vieles ungewohnt. Umso wichtiger ist es, Vertrauen in die Kita und das Team entwickeln zu können.

Bereits bei der Besichtigung, beim Anmeldegespräch und beim Lesen unserer Infomaterialien haben die Familien unsere Räume, unsere Abläufe und unser pädagogisches Konzept kennengelernt.

Spätestens zwei Monate vor Vertragsbeginn nehmen die Eltern Kontakt zu uns auf, um die Termine für die Eingewöhnung zu vereinbaren. Dabei wird auch festgelegt, wer das Kind in dieser Zeit aktiv begleitet.

Krabbeln

So läuft die Eingewöhnung ab

Schritt für Schritt und im Tempo des Kindes

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung bei Grünpünktchen folgt keinem starren Modell. Ihr Verlauf wird individuell auf das einzelne Kind abgestimmt.

Jedes Kind wird dabei von zwei Bezugsbetreuern begleitet, die seine Eingewöhnung gemeinsam gestalten. So bleibt auch dann eine vertraute Ansprechperson für das Kind da, wenn ein Bezugsbetreuer einmal nicht anwesend ist. Durch unser offenes Konzept lernt das Kind von Anfang an auch weitere pädagogische Fachkräfte kennen.

Während der Eingewöhnungszeit erhält das neue Kind besonders viel Aufmerksamkeit und Begleitung.

1 Kennenlernzeit

Am ersten Tag findet zunächst ein kurzes Gespräch zwischen den Bezugsbetreuern und dem begleitenden Elternteil statt. Dabei erfahren wir alles Wichtige über das Kind und halten diese Infos schriftlich fest. Danach besucht das Kind gemeinsam mit seinem Elternteil kurz die Gruppe und kann erste Eindrücke sammeln.

In den folgenden Tagen verbringt das Kind jeweils etwa eine Stunde gemeinsam mit seinem Elternteil und seinen Bezugsbetreuern bei Grünpünktchen. Während es seine neue Umgebung erkundet, bleibt der begleitende Elternteil als vertraute Sicherheit im Hintergrund. 

2 Erste Verabschiedung

Sobald das Kind bereit dafür ist, folgt die erste kurze Trennung. Wichtig ist eine bewusste und klare Verabschiedung.

Tränen dürfen dabei vorkommen. Sie sind gerade am Anfang eine natürliche Reaktion auf die ungewohnte Situation. Offene Fragen klären wir im Anschluss, damit der Abschied selbst kurz und verlässlich bleiben kann.

3 Vertraute Abläufe einüben

Nach und nach übt das Kind die wiederkehrenden Abläufe des Krabbelstubenalltags ein: das Bringen, die Verabschiedung und das anschließende Abholen.

Rituale und feste Strukturen geben Kindern in diesem Alter Sicherheit. Deshalb kann ein Aufenthalt am Anfang manchmal nur wenige Minuten dauern und sich anschließend Schritt für Schritt verlängern. Der begleitende Elternteil kann diese Zeit beispielsweise für einen kleinen Spaziergang an der Donau nutzen.

Abschluss der Eingewöhnung

In der Regel umfasst die Eingewöhnung einen Zeitraum von etwa zwei bis vier Wochen. Wie viel Zeit ein Kind tatsächlich benötigt, kann unterschiedlich sein. 

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind seine Grundbedürfnisse auch bei Grünpünktchen stillen kann und die pädagogischen Fachkräfte als liebevolle und vertrauensvolle Bezugspersonen annimmt. 

Zum Abschluss findet ein gemeinsames Gespräch zwischen den Eltern und den Bezugsbetreuern statt.

Eingewöhnung

Wenn die Trennung schwerfällt

Tränen dürfen sein – Vertrauen darf wachsen

Angst vor der Trennung von den Eltern kommt bei Kleinkindern häufig vor. Im Laufe des ersten Lebensjahres entwickeln Kinder eine besonders enge Bindung zu ihren wichtigsten Bezugspersonen. Ungewohnte Trennungssituationen können deshalb zunächst Verunsicherung und Angst auslösen.

Gerade im zweiten Lebensjahr ist es normal, dass ein Kind sich beim Abschied an seine Eltern klammert oder vorübergehend wenig Interesse an anderen Menschen und neuen Eindrücken zeigt. Manche Kinder brauchen etwas mehr Zeit, um sich auf die neue Situation einzulassen.

In seltenen Fällen bleibt die Belastung auch nach einer behutsamen Eingewöhnungszeit so stark, dass das Kind während der gesamten Trennung nicht zur Ruhe findet. Dann besprechen wir gemeinsam mit den Eltern, welcher nächste Schritt für das Kind sinnvoll ist. Manchmal kann eine Pause und ein neuer Versuch zu einem späteren Zeitpunkt die bessere Lösung sein.

Bleibt eine ausgeprägte Trennungsangst dauerhaft bestehen und schränkt sie die Lebensqualität und Erfahrungswelt des Kindes stark ein, empfehlen wir den Eltern, fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die Krabbelstube als Abflugrampe

Abflugrampe

Wenn ein Kind bei Grünpünktchen Vertrauen gefasst hat, ist ein wichtiger erster Schritt geschafft. Neben seinem vertrauten Nest zuhause hat es nun einen weiteren geschützten Ort kennengelernt, an dem es neue Erfahrungen sammeln und seine Welt immer selbstständiger entdecken kann.

Auch hier finden die Kinder die nötige Versorgung mit Nahrung und Wärme. Zugleich können sie ihre ersten Flugübungen machen – noch mit Netz und doppeltem Boden, aber immerhin in abenteuerlichem Gelände.

Wenn sie dann flügge sind, bieten wir ihnen jede Menge Trainingsmöglichkeiten. Wir üben mit ihnen das Fliegen und Landen und tun alles dafür, spätere Abstürze und heftige Bauchlandungen zu vermeiden.

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